GECAR- Gendersensibles E-Carsharing



Ziel von GECAR ist es durch die Entwicklung von Angebotsmodellen für gendersensitives E-Carsharing (Fahrzeugdesign, Tarifgestaltung, Stationen, …) die Angebote einer breiten Nutzer*innen-Gruppe (mit besonderem Fokus auf Frauen in verschiedenen Lebenslagen) zugänglich zu machen. Im Zentrum des Projekts steht das Erforschen genderbasierter Nutzungserfahrungen und -hemmnisse von verschiedenen Formen des E-Carsharings in Österreich (räumliche Differenzierung, verschiedene Organisations-formen). Der Fokus wird dabei v.a. auf potenziell künftige Zielgruppen von E-Carsharing (Abgrenzung der Zielgruppe über Lebenslaufaspekte und sozialpsychologische Komponenten) und deren Miteinbeziehung im gesamten Projektverlauf mittels Co-Creation gelegt. Durch die Vorgangsweise der Potenzialermittlung, der Konzeption und der Umsetzung des Projekts in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Co-Creation und den Betreibern kann eine hohe Praxistauglichkeit sichergestellt werden. Die Struktur des Projektkonsortiums ermöglicht zudem das Experimentieren und Testen von Lösungen unter realen Bedingungen (im Labormaßstab) in den verschiedenen E-Carsharing Angeboten, die sich durch unterschiedliche Voraussetzungen auszeichnen und differenzierte Aussagen zu den entwickelten Angebotsmodellen ermöglichen.

GECAR untersucht Gründe und Anforderungen, die aktuell als Hemmnisse einer E-Carsharing Nutzung (speziell bei Frauen) wirken. Abgeleitet aus diesen Erkenntnissen werden anschließend gendersensible Angebotsmodelle (Fahrzeugdesign, Tarifgestaltung, Stationen, …) für verschiedene E-Carsharing Angebote gemeinsam mit (Nicht-) Nutzer*innen und Betreibern entwickelt. Ausgewählte Maßnahmen werden abschließend in einer Testphase implementiert und getestet. Der Forschungsprozess ist dabei als Co-Creation Prozess zu verstehen, in dessen Mittelpunkt die Arbeitsgruppe Co-Creation steht, das als fixes Begleitgremium des Projekts fungiert und sich aus Nutzer*innen und Nicht-Nutzer*innen von E-Carsharing Systemen zusammensetzt. Durch die Vorgangsweise der Potenzialermittlung, der Konzeption und der Umsetzung des Projekts in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Co-Creation und den Betreibern kann eine hohe Praxistauglichkeit sichergestellt werden.

MO.Point bringt im Forschungsprojekt seine Expertise und den Erkenntnissen des Betriebes ein. Durch den direkten Zugang zu Nutzer:innen, unterstützen wir im Aufbau der AG Co-Creation und führen online Befragungen der Nutzer:innen und Nicht-Nutzer:innen durch. Die E-Car Sharing Testwochen werden in Wien durch MO.Point durchgeführt und begleitet. Die Erfahrungen dieser Testwochen können dann in die Konzeption verschiedener gendersensiblen Angebotsmodellen wieder einfließen und werden testweise implementiert.

Fördergeber: Gefördert im Rahmen des FFG-Programms „Talente“ (Ausschreibung: FEMtech Forschungsprojekte 2020) durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)

Projektlaufzeit: 06.2021- 08.2023

Projektkonsortium: Technische Universität Wien, Institut für Raumplanung, Forschungsbereich Verkehrssystemplanung (MOVE); Sonja Gruber; Kairos Institut für Wirkungsforschung und Carsharing Maronihof; MO.Point Mobilitätsservices GmbH